Schwerpunkt Schulter

Schulterbeschwerden gezielt abklären und behandeln.

Die Schulter ist eines der beweglichsten Gelenke des Körpers – und gerade deshalb anfällig für Verletzungen, Überlastungen und Verschleiß. In der Sportortho Rosenheim klären wir Schulterbeschwerden sorgfältig ab und entwickeln eine Behandlung, die zu Ihrer Belastung, Ihrem Alltag und Ihren sportlichen Zielen passt.

Warum die Schulter so häufig Beschwerden macht

Das Schultergelenk ermöglicht Bewegungen in vielen Ebenen. Diese große Beweglichkeit wird vor allem durch Muskeln, Sehnen, Kapsel und Bänder stabilisiert. Kommt es zu einer Verletzung, einer Überlastung oder zu Verschleiß, können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag und sportliche Aktivitäten deutlich beeinträchtigen.

Häufig ist nicht nur das eigentliche Schultergelenk betroffen. Auch die Rotatorenmanschette, die Bizepssehne, das Schultereckgelenk oder umliegende Strukturen können Beschwerden verursachen. Deshalb ist eine genaue Untersuchung wichtig, bevor über die passende Therapie entschieden wird.

Häufige Ursachen:

  • Sportverletzungen
  • Überlastung
  • Sehnenreizungen
  • Instabilität
  • Verschleiß
  • Unfallfolgen

Beschwerden

Typische Schulterbeschwerden

Schulterbeschwerden können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Häufig treten Schmerzen bei Belastung, beim Anheben des Arms, beim Sport oder nachts in Seitenlage auf.

Schulterbeschwerden können viele Ursachen haben. In den folgenden Bereichen finden Sie eine kurze Orientierung zu typischen Beschwerdebildern, möglichen Untersuchungen sowie konservativen und operativen Behandlungswegen.

Impingement

Kurz erklärt
Beim Impingement kommt es zu einer Enge unter dem Schulterdach. Sehnen und Schleimbeutel können dadurch gereizt werden, besonders bei Bewegungen über Kopf oder bei wiederholter Belastung im Sport und Alltag.

Typische Beschwerden
Häufig treten Schmerzen beim Anheben des Arms, bei Überkopfbewegungen, beim Sport oder nachts in Seitenlage auf. Manchmal fühlt sich die Schulter zusätzlich kraftlos oder blockiert an.

Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch eine gezielte klinische Untersuchung. Je nach Befund können Ultraschall, Röntgen oder MRT helfen, Sehnen, Schleimbeutel, Knochenform und mögliche Begleitveränderungen besser einzuschätzen.

Konservative Behandlung
Meist stehen zunächst Physiotherapie, entzündungshemmende Maßnahmen, gezielte Übungen, Belastungsanpassung und bei Bedarf Injektionen im Vordergrund. Ziel ist es, Reizung und Enge zu reduzieren und die Schulterfunktion zu verbessern.

Operative Behandlung
Wenn die Beschwerden trotz konservativer Therapie bestehen und die Ursache eindeutig nachvollziehbar ist, kann eine arthroskopische Behandlung besprochen werden. Ob dies sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab.

Kalkschulter

Kurz erklärt
Bei der Kalkschulter bilden sich Kalkablagerungen im Bereich der Schultersehnen. Diese können lange unbemerkt bleiben, aber auch akute oder wiederkehrende Schmerzen verursachen.

Typische Beschwerden
Typisch sind Schmerzen bei Belastung, Bewegungseinschränkungen und teilweise sehr starke Schmerzphasen. Besonders unangenehm können nächtliche Schmerzen oder Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite sein.

Diagnostik
Kalkablagerungen lassen sich häufig gut im Ultraschall oder Röntgen erkennen. Zusätzlich wird geprüft, ob Sehnen, Schleimbeutel oder das Schultergelenk mitbetroffen sind.

Konservative Behandlung
In vielen Fällen wird zunächst konservativ behandelt. Möglich sind Physiotherapie, entzündungshemmende Maßnahmen, Injektionen oder andere nicht-operative Verfahren. Die Behandlung richtet sich nach Schmerzphase, Größe und Lage der Kalkablagerung.

Operative Behandlung
Wenn starke Beschwerden länger bestehen oder konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen, kann eine arthroskopische Entfernung der Kalkablagerung geprüft werden. Die Entscheidung erfolgt nach genauer Diagnostik und persönlicher Beratung.

Rotatorenmanschettenriss

Kurz erklärt
Die Rotatorenmanschette besteht aus mehreren Sehnen, die den Oberarmkopf führen und die Schulter stabilisieren. Ein Riss kann durch Verschleiß, Überlastung oder eine Verletzung entstehen.

Typische Beschwerden
Häufig sind Schmerzen beim Anheben des Arms, Kraftverlust, Nachtschmerz und Einschränkungen bei alltäglichen Bewegungen. Manche Betroffene bemerken vor allem, dass bestimmte Bewegungen nicht mehr zuverlässig möglich sind.

Diagnostik
Neben der klinischen Untersuchung sind Ultraschall und MRT besonders wichtig, um Größe, Lage und Qualität des Sehnenrisses einzuschätzen. Auch Alter des Risses, Muskelzustand und Belastungsanspruch spielen eine Rolle.

Konservative Behandlung
Nicht jeder Rotatorenmanschettenriss muss operiert werden. Je nach Befund können Physiotherapie, Kräftigung, Schmerzbehandlung und Belastungsanpassung sinnvoll sein. Ziel ist eine möglichst gute Schulterfunktion im Alltag und Sport.

Operative Behandlung
Bei geeigneter Indikation kann eine operative Sehnenrekonstruktion besprochen werden. Dies hängt unter anderem von Rissgröße, Beschwerden, Alter, Aktivitätsniveau und Sehnenqualität ab.

Frozen Shoulder

Kurz erklärt
Die Frozen Shoulder ist eine schmerzhafte Schultersteife. Dabei kommt es zu einer Entzündung und Verdickung der Gelenkkapsel, wodurch die Beweglichkeit der Schulter deutlich eingeschränkt sein kann.

Typische Beschwerden
Typisch sind Schmerzen und eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit. Häufig fällt es schwer, den Arm zu heben, nach hinten zu greifen oder alltägliche Bewegungen wie Anziehen oder Haarewaschen auszuführen.

Diagnostik
Die Diagnose ergibt sich oft aus dem typischen Beschwerdebild und der Untersuchung der Beweglichkeit. Bildgebung kann helfen, andere Ursachen wie Sehnenrisse, Arthrose oder Kalkablagerungen auszuschließen.

Konservative Behandlung
Die Behandlung erfolgt meist konservativ. Je nach Phase kommen Schmerztherapie, entzündungshemmende Maßnahmen, Physiotherapie und vorsichtige Mobilisation infrage. Wichtig ist ein angepasstes Vorgehen, da zu aggressive Übungen Beschwerden verstärken können.

Operative Behandlung
Eine operative Behandlung ist nur selten erforderlich. Wenn die Bewegungseinschränkung trotz längerer konservativer Therapie erheblich bleibt, können weitere Maßnahmen individuell besprochen werden.

Schulterluxation & Instabilität

Kurz erklärt
Bei einer Schulterluxation springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne. Danach kann eine Instabilität zurückbleiben, besonders bei sportlich aktiven Menschen oder nach wiederholten Ausrenkungen.

Typische Beschwerden
Betroffene berichten häufig über Unsicherheitsgefühl, wiederholtes Herausspringen, Schmerzen bei bestimmten Bewegungen oder Angst vor bestimmten Armpositionen. Besonders Überkopf- und Wurfbewegungen können problematisch sein.

Diagnostik
Neben der Untersuchung der Stabilität ist die Bildgebung wichtig. MRT oder CT können helfen, Verletzungen an Gelenklippe, Kapsel, Bändern oder Knochenstrukturen zu erkennen.

Konservative Behandlung
Nach einer erstmaligen Luxation kann je nach Befund eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung, Physiotherapie und Stabilisationstraining sinnvoll sein. Ziel ist es, Muskulatur und Koordination gezielt aufzubauen.

Operative Behandlung
Bei wiederholten Luxationen, relevanten Begleitverletzungen oder hohem sportlichem Anspruch kann eine stabilisierende Operation besprochen werden. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Art und Ausmaß der Instabilität.

Bizepssehnenverletzung

Kurz erklärt
Die lange Bizepssehne verläuft durch die Schulter und kann gereizt, entzündet, instabil oder verletzt sein. Beschwerden entstehen häufig zusammen mit anderen Schulterproblemen.

Typische Beschwerden
Typisch sind Schmerzen vorne an der Schulter, Beschwerden bei Hebe- oder Zugbewegungen und Schmerzen bei Belastung des Arms. Manchmal besteht ein Schnappen, Reiben oder ein Kraftverlust.

Diagnostik
Die Untersuchung prüft Schmerzpunkte, Kraft und Beweglichkeit. Ultraschall oder MRT können zeigen, ob die Sehne gereizt, verlagert oder eingerissen ist und ob Begleitverletzungen bestehen.

Konservative Behandlung
Zunächst kommen häufig Physiotherapie, Belastungsanpassung, entzündungshemmende Maßnahmen und gegebenenfalls Injektionen infrage. Auch begleitende Schulterprobleme müssen mitbehandelt werden.

Operative Behandlung
Wenn die Beschwerden anhalten oder eine relevante strukturelle Verletzung vorliegt, können operative Möglichkeiten besprochen werden. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom genauen Befund und dem Aktivitätsanspruch ab.

Arthrose / Gelenkverschleiß

Kurz erklärt
Bei einer Schulterarthrose kommt es zu einem Verschleiß des Gelenkknorpels. Dadurch können Reibung, Schmerzen und eine zunehmende Bewegungseinschränkung entstehen.

Typische Beschwerden
Häufig treten belastungsabhängige Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Reiben oder Knacken im Gelenk und später auch Ruheschmerzen auf. Viele Patientinnen und Patienten bemerken Einschränkungen beim Anziehen, Heben oder Schlafen auf der Schulter.

Diagnostik
Röntgenaufnahmen zeigen oft das Ausmaß des Gelenkverschleißes. Je nach Situation können Ultraschall, MRT oder CT ergänzend sinnvoll sein, insbesondere zur Beurteilung von Sehnen und Knochenstrukturen.

Konservative Behandlung
Konservative Maßnahmen können Schmerzreduktion, Physiotherapie, Beweglichkeitserhalt, Medikamente, Injektionen und Anpassung der Belastung umfassen. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und die Funktion möglichst lange zu erhalten.

Operative Behandlung
Bei fortgeschrittener Arthrose und deutlicher Einschränkung können operative Verfahren bis hin zum Gelenkersatz besprochen werden. Dies erfolgt nur nach sorgfältiger Abwägung und individueller Beratung.

AC-Gelenks-Verletzung

Kurz erklärt
Das Schultereckgelenk verbindet Schlüsselbein und Schulterdach. Verletzungen entstehen häufig durch Sturz auf die Schulter, zum Beispiel beim Sport oder Fahrradfahren.

Typische Beschwerden
Typisch sind Schmerzen oben auf der Schulter, Druckschmerz über dem Gelenk und Beschwerden beim Heben des Arms oder beim Überkreuzen des Arms vor dem Körper. Bei stärkeren Verletzungen kann eine sichtbare Stufe am Schlüsselbein auftreten.

Diagnostik
Die klinische Untersuchung wird meist durch Röntgenaufnahmen ergänzt. Je nach Befund können weitere Bilder sinnvoll sein, um das Ausmaß der Verletzung und mögliche Begleitverletzungen zu beurteilen.

Konservative Behandlung
Leichtere Verletzungen werden häufig konservativ behandelt. Dazu gehören Schonung, Schmerzbehandlung, Physiotherapie und ein schrittweiser Belastungsaufbau.

Operative Behandlung
Bei höhergradiger Instabilität oder relevanter Fehlstellung kann eine operative Stabilisierung besprochen werden. Die Entscheidung hängt von Verletzungsgrad, Beschwerden, beruflicher und sportlicher Belastung ab.

Fraktur nach Unfall

Kurz erklärt
Nach einem Sturz oder Unfall können Knochen im Bereich der Schulter brechen, zum Beispiel der Oberarmkopf, das Schlüsselbein oder Teile des Schulterblatts.

Typische Beschwerden
Häufig bestehen starke Schmerzen, Schwellung, Bluterguss, Bewegungseinschränkung und Belastungsunfähigkeit. Nach einem Unfall sollte die Schulter zeitnah untersucht werden.

Diagnostik
Röntgenaufnahmen sind meist die erste Untersuchung. Je nach Bruchform kann eine CT-Untersuchung notwendig sein, um Lage, Gelenkbeteiligung und Stabilität genauer zu beurteilen.

Konservative Behandlung
Viele Brüche können ohne Operation behandelt werden, wenn die Knochenstellung stabil und akzeptabel ist. Dann stehen Ruhigstellung, Schmerzbehandlung, Kontrollen und später Physiotherapie im Vordergrund.

Operative Behandlung
Bei verschobenen, instabilen oder gelenkbeteiligenden Brüchen kann eine Operation notwendig sein. Das passende Verfahren richtet sich nach Bruchform, Knochenqualität, Alter, Aktivitätsniveau und Begleitverletzungen.

Pectoralis-Major-Riss

Kurz erklärt
Der Pectoralis major ist der große Brustmuskel. Ein Riss entsteht häufig bei hoher Belastung, zum Beispiel beim Krafttraining oder bei explosiven Bewegungen.

Typische Beschwerden
Typisch sind ein plötzliches Schmerzereignis, Kraftverlust, Bluterguss und eine sichtbare Veränderung der Brust- oder Achselkontur. Häufig berichten Betroffene von einem Reißen oder Schnappen während der Belastung.

Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung der Kontur, Kraft und Beweglichkeit. MRT oder Ultraschall können helfen, Ort und Ausmaß des Risses zu beurteilen.

Konservative Behandlung
Teilrisse oder weniger funktionell relevante Verletzungen können unter Umständen konservativ behandelt werden. Dazu gehören Schonung, Schmerztherapie und ein strukturierter Belastungsaufbau.

Operative Behandlung
Bei vollständigen Rissen und hohem funktionellem oder sportlichem Anspruch kann eine operative Rekonstruktion sinnvoll sein. Die Entscheidung sollte zeitnah und anhand des genauen Befundes getroffen werden.

Die Informationen ersetzen keine persönliche Untersuchung. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt immer vom individuellen Befund, den Beschwerden und den persönlichen Belastungszielen ab.

Auszeichnungen

Ausgezeichnete Qualität.